Die vier Gesetze der Stratigrafie

Gesetz der Überlagerung: in einer Abfolge von Schichten und Grenzflächen sind stets die oberen jünger und die unteren älter, da jede durch Ablagerung auf oder Eintiefung in eine präexistierende Stratifikation entstanden ist.

Gesetz der ursprünglichen Horizontalität: jede archäologische Schicht, die in unkonsolidierter Form abgelagert wird, tendiert zur horizontalen Lage. Straten mit gekrümmten Oberflächen sind ursprünglich so abgelagert oder folgen einer unterliegenden Hohlform.

Gesetz der ursprünglichen Kontinuität: jede archäologische Ablagerung oder Grenzfläche wird entweder räumlich begrenzt durch eine unterliegende Hohlform oder dünnt randlich aus. Jede abweichende Begrenzung (z. B. vertikal) weist auf eine (Zer-)Störung durch jüngere stratigraphische Einheiten hin.

Gesetz der stratigraphischen Sukzession: eine stratigraphische Einheit wird in ihrer Position innerhalb der Gesamtstratigraphie bestimmt durch die jüngste der unterliegenden und die älteste der darüberliegenden Einheiten - alle anderen stratigraphischen Relationen sind in diesem Fall nicht wichtig.

Begriffe zur Stratigrafie

Begriff Bedeutung
Positive features durch menschliche Einflüsse entstandene Schichten z.B. eine Mauer.
standing structures Synonym zu positive features
upstanding layers Synonym zu positive features
Negativ features Negativ einer ehemalig von Menschen geschaffenen Schicht (Gruben, Hohlformen ...)
Interface Grenzfläche zwischen zwei Schichten
Archäologische Stratifizierung Abfolge von Schichten (stratigraphischen Einheiten)
Archäologische Stratigraphie Studium/Beschreibung/Interpretation von archäologischen Stratifizierungen
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