Grabungsflächen und Grabungsschnitte

Beim Anlegen von Grabungsflächen muss auf Übersichtlichkeit geachtet werden. Um diese zu erhalten und über längere Zeit hinweg beibehalten zu können, müssen die Grabungsflächen zum einen eine einheitliche Größe haben, entweder Rechtecke oder Quadrate, und sinnvoll nebeneinander in Reihe angelegt werden. Zwischen den einzelnen Flächen müssen (Lauf-)Stege mit einer Breite von einem Meter sein, die Breite variiert natürlich mit unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit und der zu erreichenden Tiefe.

Abraum

Abraumhügel
Ein Abraumhügel mit mindestens einem Meter Abstand zur offenen Fläche. Foto © Jan Miera 2009.

Wenn ein Loch gegraben wird, wird dementsprechend auch Sediment aus der Erde gehoben. Das herausgeholte Sediment wird neben der Grabungsfläche auf einen Hügel aufgehäuft, der als Abraum bezeichnet wird. Der Abraumhügel muss einen Mindestabstand zur Grabungsfläche haben. Dieser sollte aus Sicherheitsgründen eingehalten werden, damit der Sand vom Abraum nicht wieder in die Grabungsfläche rutscht und dabei Personen in Gefahr bringt. Der Mindestabstand zwischen der Grabungsfläche und dem Abraumhügel liegt bei einem Meter. Je weiter der Abraum von der Fläche entfernt ist, desto besser. Er darf auch nicht irgendwo hingelegt werden, sondern so, dass der Wind nicht lockeres Sediment wieder auf die Fläche wehen kann. Wenn motorisierte Hilfsmittel zur Verfügung stehen, um am Ende der Grabung den Abraum wieder in die aufgemachte Fläche zu verfrachten, dann kann der Abraum auch fünf Meter oder weiter von der Fläche entfernt liegen.

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